ist trockenfutter schädlich für katzen

Die Wahrheit über Trockenfutter für Katzen

Oft wurde ich gefragt, ob ich ein gutes Trockenfutter für Katzen empfehlen kann. Nein, kann ich nicht!

Trockenfutter ist das ungesündeste Futter, dass Sie Ihrer Katze geben können. Der Verkauf ist sehr profitabel für Tierfutterhersteller und das Füttern führt zu schrecklichen chronischen Krankheit bei Katzen. Es wird als ein Produkt vermarktet, das zu „100 Prozent ernährungsphysiologisch vollständig ist und alles was Ihre Katze im Leben braucht an Nährstoffen liefert“.

Diese Aussage ist alles andere als wahr!

Getreide besteht aus den Bausteinen „der Kohlenhydrate“. Tierfutterhersteller vermitteln den Verbrauchern, dass Getreide alles liefert, was die Katze braucht: Kohlenhydrate, Eiweiße (auch Proteine genannt), Fett, Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine.

Die Katze gehört zu der Gattung der Karnivore (Fleischfresser). Katzen und andere Mitglieder der „Felidea“ gelten als absolute Fleischfresser, da sie ganz bestimmte Nährstoffe brauchen, die nur im tierischen Gewebe vorkommen. Katzen können weder Taurin noch Arginin selbst synthetisieren. Beides sind Aminosäuren, die nur in Fleisch vorkommen. Katzen fehlt die Fähigkeit Linolsäure (in Pflanzen enthalten) in Arachidonsäure (in tierischem Fett enthalten) umzuwandeln. Sie können Beta-Carotin nicht in Vitamin A umwandeln. Katzen können die Aktivität von Leberenzymen nicht verringern, wenn sie proteinarme Lebensmittel gefüttert bekommen. Daher müssen sie eine proteinreiche Ernährung mit hochwertiger Proteinquelle, die leicht verdaulich ist, einnehmen.

Katzen müssen Fleisch als Futter bekommen, um zu überleben!

Die Hauptfunktion von Kohlenhydraten bei der Herstellung von Trockenfutter für Haustiere besteht darin, den Zusammenhalt der Trockenfutterstückchen zu gewährleisten. Die Kohlenhydrate (bzw. die Stärke) wirkt wie ein „Zement“, der die Trockenfutterstückchen zusammen hält und ein Krümeln während des Herstellungsprozesses und der späteren Verwendung verhindert. Um Trockenfutter herzustellen, muss eine Maschine namens Extruder benutzt werden. Die Mindestanforderungen der Extrusion sind ein Kohlenhydratanteil von mindestens 40%. Die Trockenfuttermasse wird bei sehr hohem Druck und unter hohen Temperaturen extrudiert und in die passende Form gepresst.

Kohlenhydrate wirken wie ein „Zement“, der die Trockenfutterform zusammenhält! Fragen Sie sich gerade, wie sich die Langzeitwirkung von Zement auf das Verdauungssystem Ihrer Katze auswirkt?

Das Lehrbuch „Small Animal Clinical Nutrition, 4th ed.“ (veröffentlicht von Mark Morris Associats) ist sehr bekannt in der Fachwelt der Tierärzte. Im Kapitel über die Ernährung normaler Katzen steht, dass Katzen eine proteinreiche und kohlenhydratarme Ernährung brauchen. Da sie echte Fleischfresser sind, haben Katzen Schwierigkeiten, Kohlenhydrate zu verdauen. Wir Menschen sind „Allesfresser“ und bei uns ist sowohl Hexokinase als auch Glukokinase für die Verarbeitung von Kohlenhydraten zu Glukose verantwortlich. Die Katzenleber weist eine normale Hexokinase-Aktivität auf, aber die Glukokinase-Aktivität fehlt, weil die Katze kein „Allesfresser“ ist.

Fettleber bei Katzen durch Trockenfutter?

Der Grund für Fettleber bei Katzen:

Der Proteinstoffwechsel bei Katzen ist einzigartig, weil Katzen einen sehr hohen Bedarf an Proteinen haben. Ihr großer Proteinbedarf wird durch die hohe Aktivität von Leberenzymen verursacht, die Aminosäuren zu Energie verarbeiten. Im Gegensatz zu Allesfressern können Katzen die Leberenzymaktivität nicht verringern, wenn sie eine proteinarme Ernährung erhalten.

Wahrscheinlich ist das der Grund für die häufig auftretende Fettleber (der Fachbegriff lautet hepatische Lipidose) bei Katzen, die mit Trockenfutter gefüttert werden. Ganz besonders fettleibige Katzen leiden unter Lipidose. Es ist für Wildkatzen in der Wildnis ganz normal zu fasten. Auch sehr gute Beutejäger haben manchmal einige Tage keinen Erfolg. Es können Tage ohne das erfolgreiche Jagen von Beutetieren vergehen.

Eine mögliche Ursache für die Fettleber bei Katzen ist ein Proteinmangel.

Das Etikett eines Trockenfutters kann so gestaltet sein, dass man im ersten Moment denkt: „Da ist genug Protein drin“. Aber wenn man sich auskennt, kann man sehen, dass eine große Menge des Proteinanteils vom hinzugefügten Getreide kommt. Getreidekörner sind pflanzlich und daher keine hochwertige Proteinquelle für Fleischfresser. Proteine aus pflanzlichen Quellen sind unverdaulich für Katzen. Katzen, die mit hochwertigem Fleisch, also hochwertigen Proteinquellen, gefüttert werden, sollten daher nicht anfällig sein an hepatischer Lipidose zu erkranken.

Natürlich gibt es noch andere Gründe, die zu einer Fettleber führen können. Carnitin ist eine vitaminähnliche Substanz, die in hohen Konzentrationen in der Muskulatur von Säugetieren vorkommt.

Die Leitlinie für die empfohlene Ernährung von Katzen und Hunden wird von der European Pet Food Industry Federation (FEDIAF) bestimmt. Carnitin wird von der FEDIAF nicht als essentiell für Katzen angesehen und muss daher nicht von der Futterindustrie ins Futter gegeben werden. Katzen können Carnitin aus Lysin und Methionin (beides in gutem Fleisch enthalten) synthetisieren. Methionin wird den meisten Trockenfuttermarken synthetisch hinzugefügt und Lysin wird den höherwertigen Marken hinzugefügt. Wer den Begriff der Bioverfügbarkeit kennt, der weiß, dass ein Nährstoff am besten aufgenommen wird, wenn er naturbelassen im Nährstoffverbund gefüttert wird. Daher halte ich nichts von synthetisch ergänzten Nährstoffen. Beim Menschen verursacht ein Carnitinmangel eine Verfettung der inneren Organe, Herz- Kreislauferkrankung und Leberstörungen. Ein ähnlicher Zusammenhang wird bei Katzen untersucht. Carnitin erhöht die fettfreie Muskelmasse und vereinfacht die Gewichtsabnahme bei fettleibigen Katzen.

Die Vermutung liegt nahe, dass Katzen mit Fettleber eventuell nicht mit der Menge und der Qualität der in Trockenfutter enthaltenen Proteine, klar kommen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine Katze, die Trockenfutter serviert bekommt, fettleibig wird. Wie bereits erwähnt, wird angenommen, dass Proteinmangel eine Ursache für die Fettleber ist, ebenso wie eine übermäßige Fettsäuresynthese (der Prozess der Umwandlung von Kohlenhydraten oder Proteinen in Körperfett). Über die Ursachen der Fettleberkrankheit bei Katzen ist nur sehr wenig bekannt.

Zahnerkrankungen aufgrund von Fehlfütterung?

Parodontalerkrankungen gehören zu den häufigsten Krankheiten bei Katzen und Hunden. Es stimmt übrigens nicht, dass Trockenfutter die Zähne reinigt. Warum das so ist, erläutere ich jetzt.

Wenn eine Katze Trockenfutter kaut, zerbricht sie es im Maul in kleine Stücke und schlingt diese Stücke dann hinunter. Die reibende Funktion ist minimal, weil die Katze keine flachen Backenzähne hat.

Ein weiterer sehr wichtiger Faktor zur Zahngesundheit bei Katzen ist das Säuremilieu im Katzenmaul. Trockenfutter verursacht ein saures Milieu im Katzenmaul, was wiederum zu Zahnstein und Zahnproblemen führt. Eine Ernährung mit mindestens 95% Fleischanteil sorgt bei Katzen dafür, dass das Milieu im richtigen Bereich ist und die Katze dadurch überhaupt gar nicht anfängt Zahnprobleme zu bekommen. Es gibt mittlerweile Nassfutteranbieter, die tatsächlich 99% Fleischanteil in ihr Katzenfutter tun, so wie es die Katze auch braucht, um gesund zu bleiben.

Bei Zahnproblemen kann eine grundlegende Darmsanierung bei Katzen gut helfen. Der Darm fängt im Prinzip im Maul an, weil es ein großes Organ ist, das vom Maul bis zum After reicht. Wenn die wichtigen Darmbakterien im Darm ausreichend vorhanden sind, dann ist auch das Säuremilieu im Katzenmaul so wie die Katze es braucht. Bei einer Darmsanierung werden die lebendigen Darmbakterien, wie es sie hier zu kaufen gibt, gefüttert, die normalerweise von Natur aus im Katzendarm sind. Leider werden diese Darmbakterien oft ins Ungleichgewicht gebracht, wenn die Katze nicht artgerecht ernährt wird.

Nierenversagen und Harnwegserkrankungen

Katzen stammen von den Wüstentieren ab und sind körperlich an ein trockenes Klima angepasst. Sie können gut in der Wüste überleben, wenn sie natürliche, artgerechte Nahrung erhalten würden. Katzen werden nicht so durstig wie Hunde und können mit weniger Wasser als Hunde überleben. Sie kompensieren eine verringerte Wasseraufnahme durch die Konzentration ihres Urins. Wenn Katzen mit einer Trockennahrung gefüttert werden (die weniger als 10 Prozent Feuchtigkeit hat), befinden sie sich konstant unter Dehydrierung. Es sei denn, sie trinken viel Wasser – was die meisten Katzen nicht tun!

Eine Katze, die Trockennahrung bekommt, trinkt meist mehr Wasser als eine Katze, die Fleisch frisst. Letztendlich reicht die Flüssigkeitzufuhr trotzdem nicht aus, weil die Katze das Vierfache der Menge des gefressenen Trockenfutters Trinken müsste! Hier ist auch schon der Anteil an Flüssigkeit eingerechnet, die in der Nahrung enthalten ist. Eine Katze, die mit frischem Fleisch in Nassfutter gefüttert wird, bekommt die Wassermenge, die eine Katze auch wirklich braucht zum überleben.

Bei einer Trockennahrung wird der Urin einer Katze zu stark konzentriert, was zu Erkrankungen der unteren Harnwege der Katze führt. Der Verzehr von Trockenfutter ist mit einer Erkrankung der unteren Harnwege verbunden.

Übergewichtige, mit Trockenfutter gefütterte Katzen, sind anfällig für alle möglichen Krankheiten!

Der aktuelle Trend dem Trockenfutter Harnsäuerungsmittel zuzugeben kann zu metabolischer Azidose führen. Von den Herstellern selbst wird die Zugabe dieser Harnsäuerungsmittel als gut für die Gesundheit der Harnwege bei Katzen bezeichnet. Die Nierenfunktion kann beeinträchtigt werden und dann entsteht ein Ungleichgewicht der Mineralien. Zum Beispiel wird Kalium abgebaut. Ein sehr säurehaltiger Urin kann zur Bildung von Kristallen führen. Struvitkristalle, die mit einem alkalischen Harn-pH-Wert in Verbindung gebracht werden, waren früher die häufigste Form von Katzenerkrankungen der Harnwege. Heute sind Calciumoxalatkristalle häufiger, die mit einem sauren Harn-pH-Wert in Verbindung gebracht werden.

Erste Anzeichen für ein frühes Nierenversagen sind: Erhöhter Wasserverbrauch und Wasserlassen. Die Katze verliert ihre Fähigkeit, den Urin zu konzentrieren (was sie von Natur aus tut). Die in Trockenfutter enthaltenen Getreideproteine setzen bei der Verdauung stickstoffhaltige Abfälle frei. Diese werden in Ammoniak umgewandelt und von den Nieren ausgeschieden, was die Nieren unnötig belastet.

Wasser, der wichtigste Nährstoff für alle Lebewesen, fehlt in der Katzen-Trockennahrung. Es kann nicht ersetzt oder im Nachhinein zugeführt werden.

Mykotoxine im Katzenfutter

Bevor Sie anfangen, das Trockenfutter Ihrer Katze zu befeuchten, um die fehlende Feuchtigkeit zu ersetzen, sollten Sie sich über Mykotoxine informieren. Die Mykotoxine sind eine weitere mögliche Nebenwirkung bei Zugabe von Getreide in Katzenfutter. Mykotoxine sind natürlich vorkommende Pilznebenprodukte, die bei Hunden und Katzen zu Krankheiten und zum Tod führen können. Bei unsachgemäßer Lagerung von Getreide können Mykotoxine entstehen. Zwei häufige Formen, die beide in Tiernahrung (häufiger in Hundefutter) gefunden wurden, sind Aflatoxin und Brechmittel. Mykotoxine sind zwar weltweit verbreitet, werden aber erst bei Temperaturen über 82 Grad und bei über 80 Prozent Luftfeuchtigkeit giftig. Sie stören dann die Zellfunktionen und sind extrem krebserregend und immunsuppressiv.

Aflatoxin B1 ist das giftigste der Aflatoxine und das stärkste bekannte Leberkrebsmittel. Es gibt umfangreiche Belege dafür, dass eine niedrige Exposition gegenüber Aflatoxin zu einer Unterdrückung des Immunsystems und einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten führen kann. Junge und schwangere Tiere aller Arten sind extrem empfindlich auf Aflatoxine. Aflatoxin wird auch in die Milch von Muttertieren ausgeschieden und kann zu Fortpflanzungsstörungen beitragen. Die Exposition während der Schwangerschaft kann zu einer Übertragung von Aflatoxin auf die Nachkommenschaft und zu einer Immundysfunktion führen.

Die Beseitigung von Mykotoxinen in Lebensmitteln ist extrem teuer. Haustiernahrungshersteller sind nicht dafür bekannt die hochwertigsten Getreidekörner zu verwenden. Sie würden nicht in der Lage sein ihre hohen Gewinnmargen aufrechtzuerhalten, wenn sie es täten. Die Getreidekörner, die die meisten Tierfutterhersteller verwenden, sind solche, die nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind oder Nebenprodukte anderer Prozesse sind.

Verdauung eines Fleischfressers (Karnivor)

Das Verdauungssystem eines Fleischfressers ist sehr einfach. Im Gegensatz zu Pflanzenfressern (z. B. Schafe) und Allesfressern (z. B. Menschen) fehlt den Katzen die Speichelamylase, die z. B. im Mund von Menschen vorhanden ist und dort mit der Verdauung startet. Katzen starten mit der Verdauung nicht im Maul! Der Katzenkiefer hat eine begrenzte Bewegungsmöglichkeit von einer Seite zur anderen (kein Mahlen von Lebensmitteln möglich) und sie haben keine flachen Zähne im Mund. Ihre langen spitzen Reißzähne sind zum Greifen, Schneiden, Reißen und Beißen bestimmt – typisch für Fleischfresser.

Der Magen der Hauskatze ist ziemlich klein und hat zwei Funktionen. Er verdaut das Futter und es ist nicht notwendig das Futter lange zu verdauen, da das natürliche Futter der Katze sehr nährstoffreich ist. Kleine Wildkatzen jagen häufiger als z. B. Löwen oder Tiger, weil ihre Beute viel kleiner ist. Während Löwen und Tiger nach einer Tötung alles hinunter schlingen können, fressen kleine Katzen, wenn sie erfolgreich bei der Jagd waren, häufiger. Die zweite Funktion des Katzenmagens ist der Säureabbau. Salzsäure löst und verflüssigt die Lebensmittel. Nicht verwertbare Lebensmittel – pflanzliche Rohstoffe, Zellulose, Federn, Zähne usw. – durchlaufen die Katzenverdauung unverändert. Wenn man einer Katze Mais und Erbsen füttert, kommen diese unverdaut wieder hinten raus. Bitte nicht nachmachen, weil es ungesund und gefährlich ist Mais und Erbsen zu füttern!

Die gelöste Nahrung, genannt Chymus (Speisebrei), verlässt Stück für Stück den Magen und gelangt in den Dünndarm. Die Länge des Dünndarms einer Katze ist im Vergleich zur Körperlänge sogar noch kürzer als die eines Hundes. Die Katze hat ein Verhältnis von Dünndarm zur Körperlänge von 3:1 und Hunde haben ein Verhältnis von 6:1. Im Dünndarm wird die Nahrung weiter verdaut und gelangt in die Blutbahn. Die Bauchspeicheldrüse und die Leber liefern die Enzyme, die notwendig sind, um die Fette und Proteine in Fettsäuren und Aminosäuren zu zerlegen. Da es bei Katzen eine begrenzte Enzymaktivität gibt, die Kohlenhydrate verdaut, kann nur eine geringe oder garkeine Verdauung von Kohlenhydraten stattfinden.

Wird die Kapazität des Dünndarms zur Verdauung von Kohlenhydraten überschritten, gelangen die unverdauten Kohlenhydrate in den Dickdarm. Da die Katze einen kurzen Dickdarm hat, hat sie eine begrenzte Fähigkeit, schlecht verdauliche Stärken und Ballaststoffe durch mikrobielle Fermentation zu verarbeiten. Der Dünndarm verbindet sich nicht geradlinig, sondern im rechten Winkel mit dem Dickdarm. An dieser Stelle befindet sich ein kleines Anhängsel, zwei oder drei Zoll lang, genannt Blinddarm. Dies hat zwar keinen funktionellen Nutzen für einen Fleischfresser, sollte aber beachtet werden, da es einer der Hauptunterschiede zwischen einem Fleischfresser und einem Pflanzenfresser ist. Bei Pflanzenfressern und teilweise auch bei Allesfressern findet die mikrobielle Fermentation im Dickdarm, insbesondere im Blinddarm, statt. In einem Fleischfresser hat der Dickdarm nur begrenzte Funktionen, um überschüssiges Wasser zu extrahieren, die Abfälle zu verdichten und auszuleiten.

Es wäre nicht gesund bzw. unnütz für einen Fleischfresser, einen langen Verdauungstrakt zu haben. Wenn der Fleischfresser einen langen Verdauungstrakt hätte, würde er das Ansammeln von Bakterien riskieren. Niemand würde sich wünschen, dass etwas im Dickdarm seiner Katze fermentiert, weil die Katze einen viel zu kurzen Verdauungstrakt dafür hat. Kohlenhydrate und pflanzliche Nahrungsbestandteile brauchen länger bei der Verdauung. Es ist notwendig, dass das Lebewesen, das Kohlenhydrate oder Pflanzenstoffe aufnimmt, einen langen, langsamen Verdauungstrakt hat, damit die Nahrung so vollständig wie möglich verdaut werden kann. Ein Tier, das große Mengen an Kohlenhydraten oder pflanzliche Nahrung zu sich nimmt, wird viel Stuhl produzieren. Der Stuhl eines Fleischfressers, der seine natürliche Nahrung konsumiert, ist minimal.

Entzündliche Darmerkrankungen wie IBD

Hochverdauliche Proteine liefern viele lebenserhaltende Nährstoffe, um über die Darmresorption in den gesamten Körper der Katze transportiert zu werden. Unverdaute Rückstände (Kohlenhydrate) verändern den pH-Wert und verändern den Magenbrei, was zu einer verminderten Stuhlqualität und Durchfall führen kann. Diese Erkrankung kann schließlich zu einer entzündlichen Darmerkrankung („IBD“) führen.

Die Schwere der Erkrankung hängt von der Menge der Kohlenhydrate ab, die im Dünndarm verdaut werden müssen. Kleine Mengen an Zucker oder zersetzter Stärke können beispielsweise dramatischere Auswirkungen haben als große Mengen an Rohstärke mit geringer Verdaulichkeit. Tierfutterhersteller kochen die Kohlenhydrate, die sie in ihren Lebensmitteln verwenden, um die Verdaulichkeit zu erhöhen. Aufgrund der vielen Kohlenhydrate sind Katzen, die Trockenfutter bekommen, anfällig für IBD. Die meisten Katzen, die IBD-Symptome (Durchfall und Erbrechen) aufweisen, erleben eine vollständige Umkehr der Symptome, wenn sie auf eine kohlenhydratfreie Ernährung umgestellt werden. Die besten Ergebnisse zur Symptomumkehr erhält man durch Umstellung auf körner- und kohlenhydratfreie Fleischnahrung.

„Natürliches“ Trockenfutter für Katzen

Der Begriff „natürliches Katzen-Trockenfutter“ ist ein Widerspruch in sich. Es gibt eine wachsende Zahl von „natürlichen“ Trockenfutterherstellern, die auf den Markt kommen. Sie fügen bestimmte Zutaten zu ihren Lebensmitteln hinzu, die für uns Menschen nach „Natur“ klingen. Meist gehören diese Zutaten jedoch nicht zum natürlichen, artgerechten Speiseplan einer Katze. Das Trockenfutter wird dann noch in naturfarbenen Beuteln verpackt. Diese Hersteller werden versuchen zu vermitteln, dass das Futter so zusammen gesetzt ist wie eine Katze es in der Natur zu sich nehmen würde, nur eben getrocknet.

Hast du schon mal eine getrocknete Maus über das Feld springen sehen?

Kekse, die der Katze ins Mäulchen springen?

Es kann kein natürliches Trockenfutter geben, weil die Katze von Natur aus nichts getrocknetes frisst.

Sowohl das Hinzufügen von Getreide als auch der Mangel an Flüssigkeit sind eindeutig ein Zeichen dafür, dass es kein gesundes Katzenfutter sein kann.

Hier mal ein Beispiel von einer Zutatenliste eines Futters:

Hühnermehl, …. brauner Reis, Hühnerfett (konserviert mit gemischten Tocopherolen, Rosmarinextrakt und Zitronensäure), Gerste, frische Kartoffeln, Leinsamen, Kaltwasser-Fischöl (konserviert mit gemischten Tocopherolen, Rosmarinextrakt und Zitronensäure), …. getrocknete Hühnerleber, Sardellenfischmehl, Trockenvollmilch, Molkenextrakt, …, Frische Heidelbeeren, Frische Preiselbeeren, Zinksulfat, DL-Methionin, Taurin, Eisensulfat, Carnitin, Zinkproteinat, Vitamin E-Ergänzung, Kreatin, Mangansulfat, Eisenproteinat, Manganproteinat, Vitamin B12, Vitamin A, Niacin, Vitamin D3,….., Yucca.

Gibt es Wildkatzen, die aus freien Stücken Kartoffeln oder braunen Reis fressen?

Rosmarin ist übrigens ein Konservierungsmittel. Sicher ist Rosmarin besser als die Verwendung von synthetischen Konservierungsmitteln. Trotzdem ist es ein Konservierungsmittel. Ein Anzeichen für „versteckte Konservierungsmittel“ ist, wenn die Katzennahrung bei offenem Beutel ewig lang haltbar ist. Konservierungsmittel sind eine zusätzliche Belastung für den Körper und es sollte versucht werden ein Futter zu füttern, das frei ist von Konservierungsstoffen. Hier gibt es ein Futter, das frei ist von Konservierungsstoffen: https://katze-nothilfe.de/ohne-konservierungsstoffe Probieren Sie gerne den Rabattcode „MAUS“ beim Bestellvorgang, um Rabatt zu erhalten.

Sardellen werden wegen ihres Omega-Fettsäuregehalts hinzugefügt, aber Omega-3-Fettsäuren sind viel zu empfindlich, um die Haltbarkeit von Katzen-Trockenfutter zu überleben.

Warum ist Milch im Katzenfutter? Vielleicht, um den Proteinspiegel zu erhöhen oder vielleicht das Zuführen von Kalzium. Sobald die Katzen von der Muttermilch entwöhnt sind, ist Milch nicht mehr Teil ihrer natürlichen Nahrung.

Die Heidelbeeren und Preiselbeeren werden hinzugefügt, um die Nahrung zu säuern und die Gesundheit der Harnwege zu erhalten. Leider kann gesäuertes Katzen-Trockenfutter zur Bildung von Kalziumoxalatkristallen führen. Die natürliche Ernährung einer Katze (Fleisch) sorgt für einen ausgewogenen pH-Wert. Für viele Katzen ist das Trockenfutter nicht geeignet.

Yucca wird hinzugefügt, um den Stuhlgeruch zu reduzieren, was kein Problem wäre, wenn die Katze überhaupt eine angemessene Ernährung erhalten würde.

Ist Trockenfutter „das Beste“ für einen Fleischfresser?

Viele Unternehmen, die Katzenfutter herstellen, haben wenig Zeit damit verbracht, die Ernährung von Katzen zu studieren. Sie haben deswegen wenig Wissen darüber, was für die gesunde Ernährung eines Fleischfressers wichtig ist. Und falls sie dieses Wissen doch haben, sieht es so aus, dass sie es nicht nutzen – eventuell, weil sich das Futter so besser vermarkten lässt?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die natürliche Ernährung einer Katze kohlenhydratarm ist und die Katze nicht dazu in der Lage ist, Kohlenhydrate zu verdauen. Getreide wird Trockenfutter für Katzen hinzugefügt, weil es bei der Verarbeitung des Futters mechanisch notwendig ist und es billiger ist als Fleisch. Kohlenhydrate werden garantiert nicht dem Futter hinzugefügt, weil Kohlenhydrate gesund oder für Katzen notwendig sind.

Quellen:

ivh-online.de/fileadmin/ivh/user_upload/Branchenleitlinien/FEDIAF_Nutritional_Guidelines_2018_online_Einzelseiten.pdf

zza-online.de/branche/branche/article/fediaf-beschliesst-neue-ernaehrungs-leitlinien.html

vitamine.com/l-carnitin/mangel/

blakkatz.com/dryfood.html

mobil.bfr.bund.de/cm/343/trockenfutter_fuer_heimtiere_kann_schimmelpilzgifte_enthalten.pdf

Anmerkung der Redaktion und Empfehlung:

Wir empfehlen dieses kohlenhydratfreie Fleischfutter mit über 99% Fleischanteil in Lebensmittelqualität und mit tierfreundlicher Bio-Weidehaltung der Tiere (Produktion in Schweden mit strengeren Tierschutzgesetzen als in Deutschland).

Wie im obigen Artikel erklärt, sollte die Katzennahrung so sein, wie die Natur es für Katzen vorgesehen hat:

  • hochwertiges, frisches Fleisch in Lebensmittelqualität
  • frei von Konservierungsstoffen
  • Kein Kochen, sondern Kaltabfüllung in die Dose
  • ohne Fleischquellen, die nur „zur Vorbeugung“ Antibiotika erhalten haben (leider in Deutschland alltäglich, wie germanwatch kürzlich aufdeckte).

Ganz ehrlich, wie viel Fleisch ist normalerweise im Katzenfutter enthalten und welche Qualität hat das Fleisch?

Leider gibt es in der Deklarationspflicht für Tierfutterhersteller einige „Gesetzeslücken“, um den Fleischanteil und die Fleischqualität viel höher erscheinen zu lassen, als es in Wahrheit ist. Billige Futtersorten bestehen leider oft aus kohlenhydrathaltigen Zusatzstoffen, wie z. B. Getreide, Kartoffeln, Reis, Nudeln und den Abfällen der Fleischindustrie. Mein Tipp ist das schwedische Katzenfutter, weil in Schweden darf den Schlachttieren kein Antibiotika auf Verdacht gegeben werden und sie werden tierfreundlich, das heißt ohne Massentierhaltung behandelt.

Hier ist das schwedische Katzenfutter mit 99% Fleischanteil zu finden:

https://katze-nothilfe.de/artgerechtes-katzenfutter 

(Der 10% Rabattgutschein „MAUS“ müsste noch funktionieren – einfach während des Bestellvorgangs ins Gutscheinfeld eintragen)